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Winterdienst

[Foto: Schneepflug]2.000 Straßenwärterinnen und Straßenwärter bei Straßen.NRW gehen in den 29 Autobahn- und 55 Straßenmeistereien Jahr für Jahr im Schichtbetrieb an ihre Grenzen, um die rund 20.000 Kilometer Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen möglichst schnee- und eisfrei zu halten. Dafür erstellen zwei Straßen.NRW-Winterdienstzentralen regionale Straßenzustands- und Wetterinformationen. So wissen die Einsatzleiter, was das Wetter in den kommenden 24 Stunden bringt, und können die Straßen rechtzeitig streuen.

Der durchschnittliche Salzverbrauch je Winter beträgt 125.000 Tonnen Streusalz. Zu Saisonbeginn 2010-2011 hatte Straßen.NRW 135.000 Tonnen in den Salzhallen eingelagert. 270.000 Tonnen Salz hatte der Landesbetrieb im Rekordwinter 2009-2010 auf seine Straßen gebracht.

Eine Garantie für schnee- und eisfreie Straßen gibt es allerdings nicht, denn Streu- und Räumfahrzeuge können nicht überall gleichzeitig sein. Oft bleibt Restschnee auf den Fahrbahnen liegen und starker Schneefall bringt schnell wieder neue Glätte. Jeder Autofahrer muss sich seiner eigenen Verantwortung bewusst sein, sein Fahrzeug verkehrstauglich zu halten und im Winter bei Schnee und Eis angepasst zu fahren. Liegengebliebene Fahrzeuge aufgrund mangelnder Winterausrüstung führten in den vergangenen Wintern immer wieder dazu, dass sich der Verkehr besonders an Steigungen staute und die Räumfahrzeuge nicht mehr arbeiten konnten.

Winterdienstzentralen

[Foto: Winterdienstzentrale]Bei den Autobahnniederlassungen Hamm und Krefeld betreuen Winterdienstzentralen die nordrhein-westfälischen Autobahnen. Von November bis April überwachen die Mitarbeiter der Winterdienstzentralen den Straßenzustand rund um die Uhr im gesamten Autobahn-Bereich unter anderem mit 184 Glättemeldeanlagen.

[Grafik: Karte der Fahrbahntemperaturen]Luftsensoren messen Lufttemperatur, Niederschlag, relative Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Taupunkt. Bodensensoren ermitteln Belagstemperatur und Fahrbahnzustand (trocken, feucht, nass). Darüber hinaus sind weitere Hilfsmittel wie Wetterradar und Informationsaustausch mit den zuständigen Dienststellen der Autobahnpolizei für eine erfolgreiche Steuerung des Winterdiensteinsatzes sehr wichtig. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst wurde ein sogenanntes "Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS)" entwickelt, das eine regionale Prognose der Wetterentwicklung anbietet.

Mit Hilfe dieses Systems ist der Winterdienst in der Lage, die Autobahnen und Straßen schon vor Eintreten der Eisglätte zu streuen. Die Erstauslösung des Winterdienstes bei den 29 Autobahnmeistereien erfolgt durch die Winterdienstzentralen.


[Grafik: Winterdienstdaten]Daten zum Winterdienst 2010/2011

Für Pressezwecke bieten wir eine Infografik mit den wichtigsten Winterdienstzahlen 2010-2011 zum Download an: JPG (1128x981 Pixel).


Faltblatt "Winterdienst"

Eine vierseitiges Faltblatt liefert Hintergrundmaterial zum Winterdienst für Interessierte. Zum Download: PDF 144KB