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Autobahn 59 - Autobahnausbau in der Großstadt

[Foto: A59 in Duisburg] Die Autobahn 59 im Raum Duisburg gilt als direkter Zubringer für den überregionalen Verkehr von der Autobahn 42 (Emscherschnellweg) und der Autobahn 40 (Ruhrschnellweg) zur Duisburger Innenstadt. Innerhalb des Stadtgebietes verbindet sie die nördlichen und die südlichen Stadtteile mit der Innenstadt. Dort ist sie eine der am stärksten belasteten Autobahnen in NRW.

Die rasant steigende Verkehrsbelastung, besonders auf dem Innenstadtabschnitt, der mit vier Fahrstreifen äußerst stauanfällig ist, war Anlass für die Planung des sechsstreifigen Ausbaus zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg (A40) und der Anschlussstelle Duisburg-Hochfeld.

Der jetzt fertig konzipierte Ausbau kommt einem fast vollständigen Neubau des Streckenabschnitts gleich.

Teilabschnitt Autobahnkreuz Duisburg bis Anschlussstelle Duissern

Foto: Hafenbrücke Dieser Ausbauabschnitt wurde im Februar 2001 begonnen und zunächst mit der "Hafenbahnbrücke" als wichtigstem Bauwerk im Dezember 2004 abgeschlossen. Durch den Bau von Lärmschutzwänden - teilweise in Glas - konnte die Lärmbelastung für die Anwohner erheblich reduziert werden.

Der nach Süden folgende zweite Teilabschnitt im Bereich der Kardinal-Galen-Straße komplettiert den ersten großen Ausbaubereich der A59. Durch einen verbreiterten Rampenbereich in der Anschlussstelle Duissern wird die Leistungsfähigkeit für den Verkehr Richtung Norden gesteigert. Auch das Wohnumfeld im Bereich der Anschlussstelle Duissern erhält einen deutlich verbesserten Lärmschutz.

Im Mai 2006 war der Ausbau auf sechs Fahrstreifen zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und der Anschlussstelle Duissern fertig gestellt.

Teilabschnitt Anschlussstelle Duissern bis Anschlussstelle Hochfeld

Plan des StreckenverlaufesDer komplett sechstreifige Ausbau in diesem Abschnitt ermöglicht - wie auch im nördlich angrenzenden - verbesserten Lärmschutz für die Anwohner an der Trasse. Wo immer es der Bauablauf zulässt, sollen die Lärmschutzwände als erstes gebaut werden.

Die Anschlussstelle Zentrum wird gänzlich neu gestaltet werden: zukünftig wird es nur noch eine Brücke geben - der "Kreisverkehr" entfällt. Die Erschließung des ehemaligen Güterbahnhof-Geländes wird dann indirekt über diese geänderte Anschlussstelle möglich sein.

Der sich über die A59 erstreckende Bahnhofsvorplatz (Portsmouthplatz) ist schon seit Sommer 2003 wieder vollständig hergestellt.

Die Einschnittsstrecke zwischen der Haupteinkaufstraße Königstraße und der Anschlussstelle Duisburg-Zentrum stellt sich derzeit noch als städtebaulich gravierende Zäsur dar. Aus diesem Grunde wird der ca. 300 Meter lange Abschnitt zwischen Königstraße und Südende Hauptbahnhof in Zukunft komplett als Tunnelstrecke - "Mercator-Tunnel" - geführt.

Den Besuchern der Innenstadt und des zukünftig erschlossenen Gebietes südlich des Hauptbahnhofes wird sich somit eine großzügige, attraktive Überquerungsmöglichkeit der Autobahn bieten, die der Stadt Duisburg zudem eine individuelle Oberflächengestaltung ermöglicht.

Neben den vielen "konstruktiven" Bauwerken, also Brücken, Stützwänden und auch Pumpstationen, wird auch teilweise die Fahrbahnachse verlegt. So zum Beispiel im südlichen Bereich, um den Anschluss an die bereits für sechs Fahrstreifen ausgelegte Grunewaldbrücke möglich zu machen. Die Eisenbahnverbindung in Höhe Kölner Straße ist bereits unterbrochen und wird auch aus Kostengründen nicht wieder hergestellt. Die diesbezügliche Gleisanbindung des Hafenbereiches erfolgte bereits durch kostengünstigere Änderungen im Schienennetz.

Wegen der beengten Platzverhältnisse und der Auflage, während der knappen Bauzeit in beiden Fahrtrichtungen jeweils zwei Fahrstreifen aufrecht zuerhalten, wird sich die Baudurchführung äußerst schwierig gestalten.

Die Strecke wird in drei Bauabschnitte aufgeteilt:

  1. Im Süden - etwa 150 Meter nördlich der Karl-Lehr-Straße bis zur Anschlussstelle Hochfeld - wird zunächst begonnen. Vorab wurde bereits eine Behelfsumfahrung gebaut. Baubeginn war 2008. Die Arbeiten sind bis auf einzelne Restarbeiten abgeschlossen.
  2. Seit November 2008 wird der Teilabschnitt von der Anschlussstelle Duissern bis nördlich des Hauptbahnhofes mit Mercatortunnel ausgebaut.
  3. Quasi als Lückenschluss wird ab Jahresbeginn 2011 der mittlere Teil mit neuer Anschlussstelle Zentrum sechsstreifig ausgebaut.

Die Baukosten belaufen sich auf etwa 103,6 Millionen Euro.

Ausblick

Nach dem Ausbau der A59 steht dem Verkehr vom Autobahnkreuz Duisburg bis zum Duisburger Süden eine leistungsfähige Autobahn zur Verfügung, die auch zur Entwicklung der Stadt beitragen wird. Die A59 wird später in der Bundesstraße 8 eine neue Weiterführung in Richtung Düsseldorf finden.


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