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Presseinformation vom 18.11.2009

Gefährlicher Job Straßenwärter - Gedenken an getötete Kollegen

[Foto: Kranzniederlegung]Gelsenkirchen (straßen.nrw). 17 tödlich verunglückte Straßenwärter in 16 Jahren, jedes Jahr durchschnittlich mehr als 20 schwere Unfälle mit verletzten Männern und Frauen in Orange - eine Bilanz, die zeigt, wie gefährlich der Job der 2.100 Straßenwärter des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen ist. Erst in der vergangenen Woche wurden wieder zwei Straßen.NRW-Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Rheinberg auf der A42 bei Kamp-Lintfort von einem Sattelzug erfasst, sie kamen mit leichten Verletzungen davon.

Die Statistik belegt ein 13-fach höheres Risiko für Straßenwärter, bei der Arbeit ums Lebens zu kommen, als für andere gewerblich Beschäftigte. Aus diesem Grund gedenkt Straßen.NRW in jedem Jahr an der Autobahnkapelle Tungerloh-Capellen unweit der A31 im Kreis Borken der tödlich Verunglückten. Heute (18.11.) setzte NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper mit seinem Besuch der Gedenkfeier ein Zeichen gegen mangelnde Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.

[Unfallfoto]"Der Arbeitsplatz Straße birgt ein hohes Risiko. Auch in Zukunft werden wir auf unseren Straßen temporäre Arbeitsstellen einrichten müssen, für deren Sicherheit eben keine umfangreichen baulichen Voraussetzungen geschaffen werden können", erklärte Verkehrsminister Lienenkämper. Er appellierte an die Autofahrer: "Halten Sie an Baustellen unbedingt die Verkehrsregeln ein! Fahren Sie besonders konzentriert und achten Sie auf die Menschen, die dort unter oft schwierigsten Bedingungen ihre Arbeit verrichten. Denn deren Leben ist dort ständig in Gefahr."

"Das Handy am Ohr, die Kaffeetasse in der Hand, der Griff zum Navigationsgerät - Autofahrer sind zu sorglos und gefährden dadurch massiv unsere Mitarbeiter", beklagte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz. "Dazu kommen überhöhte Geschwindigkeit und mangelnde Rücksichtnahme auf die Menschen, die jeden Tag auf unseren Straßen unterwegs sind, damit wir sicher ans Ziel kommen", hob Pudenz hervor. Es sei kaum vorstellbar, welcher Aggressivität die Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Arbeit in den Baustellen oder am Straßenrand begegneten.

[Unfallfoto]Im laufenden Jahr hat Straßen.NRW bislang 14 fremd verschuldete Arbeitsunfälle zu verzeichnen, bei denen 20 Beschäftigte teilweise schwer verletzt wurden. 20 solcher Unfälle wurden im vergangen Jahr insgesamt registriert. Dabei tut Straßen.NRW viel, um seine Mitarbeiter zu schützen. Die orangefarbene Warnkleidung wird ständig verbessert, um ihre Auffälligkeit zu erhöhen. Die Mitarbeiter selbst werden regelmäßig geschult im Verhalten im Straßenraum.

Ein eigener Stab für Arbeitssicherheit analysiert jeden Unfall, um Schlüsse daraus zu ziehen, wie der "Arbeitsplatz Straße" sicherer gemacht werden kann. Für "guten Arbeits- und Gesundheitsschutz" gab es in der vergangenen Woche von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen sogar einen Preis.

Und auch im Umfeld der Baustellen realisiert Straßen.NRW Ideen, um Autofahrer neben der üblichen Beschilderung zusätzlich vor Baustellen zu warnen. Seit einigen Monaten werden Warnschwellen auf gesperrten Fahrstreifen der Autobahnen ausgelegt, um die Autofahrer wachzurütteln. In naher Zukunft sollen für CB-Funker Signale von den Einsatzfahrzeugen von Straßen.NRW ausgestrahlt werden. GPS-Sender werden im kommenden Jahr Signale abgeben, um von den Navigationsgeräten als warnender Hinweis verarbeitet werden zu können.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Telefon 0209/3808-333

Pressebilder

Die oben wiedergegebenen Fotos können Sie auch in höherer Auflösung für Pressezwecke herunterladen. Die Veröffentlichung ist honorarfrei mit Quellenangabe "Straßen.NRW".

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