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Presseinformation vom 03.02.2010
Der Winter hat Nordrhein-Westfalen im Griff
Gelsenkirchen (straßen.nrw). Für die Autobahn- und Straßenmeistereien des Landesbetriebes ist der gegenwärtige Winterdienst die größte Herausforderung seit vielen Jahren. Seit Mitte Dezember sind die 2.100 Straßenwärter besonders auf den Autobahnen nahezu rund um die Uhr unterwegs, um die Fahrbahnen möglichst schnee- und eisfrei zu halten. Dennoch können Autofahrer sich nicht darauf verlassen, überall geräumte und gestreute Strecken vorzufinden.
Hoher Salzverbrauch und Lieferengpässe
Bis Ende Januar hatte Straßen.NRW 200.000 Tonnen Salz auf Nordrhein-Westfalens Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen gestreut - so viel wie in der gesamten Wintersaison 2008/2009. Zu Beginn der Wintersaison waren die 210 Vorratshallen des Landesbetriebes mit 120.000 Tonnen Streusalz gefüllt; inzwischen sind die meisten der 84 Autobahn- und Straßenmeistereien auf kurzfristige Salzlieferungen angewiesen. Hier kommt es wegen des anhaltenden Winterwetters zunehmend zu Lieferengpässen. Mit dem verfügbaren Salz muss dann sehr sparsam umgegangen werden: Gestreut werden dann nur noch wichtige Verkehrswege und Gefahrenstellen wie Gefälle- oder Steigungsstrecken. Auf den anderen Strecken wird vor allem geräumt.
Bei Schneebruch droht Lebensgefahr
Lebensgefährlich können Strecken werden, auf denen "Schneebruch" droht. Der Schnee auf den Bäumen wird besonders bei Tauwetter sehr schwer, Äste drohen dabei zu brechen und auf die Straße zu fallen. Die Landesstraßen L937 bei Detmold, L957 in Kalletal und L943 bei Horn-Bad Meinberg im Kreis Lippe, die B236 bei Hoheleye sowie die L788 in Bielefeld und die L333 bei Altwindeck im Rhein-Sieg-Kreis mussten schon gesperrt werden. Betroffen sind vor allem Alleen. Autofahrer sollten auf die Hinweisbeschilderung der Straßenbauverwaltung achten und vor allem die Sperrungen befolgen.
Frostschäden an Straßen
Frostschäden an Straßen entstehen, wenn Wasser durch eine defekte Oberfläche ins Innere der Straße eindringt und dort gefriert. Bei Frost vergrößert sich das Volumen des Wassers: die Risse vergrößern sich bis schließlich Teile der Oberfläche abgesprengt werden. Als Sofortmaßnahme wird häufig Kalt-Asphalt in die Löcher geschüttet. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine langfristige Lösung.
Noch ist es zu früh, eine Frostschaden-Bilanz für den anhaltenden Winter zu ziehen.
Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Telefon 0209/3808-333
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